Kirche und Bauvorhaben 2021

Nachfolgend einige Fotos aus Sottrum ...

Sottrum-9     Erster Spatenstich:
7. April 2020
  
Sottrum-5  Bodenaushub
  
Sottrum-6 Grundsteinlegung
Sottrum-4 Dachkonstruktion
Sottrum-1  Blick Richtung Orgel
  
Sottrum-3  Blick Richtung Altar
  
Sottrum-2  Gemeindesaal
  
Sottrum-8  Kirchturmdach
Sottrum-10 außen schon fast fertig
Sottrum-7 So soll die Kirche
bald aussehen.


Weitere Fotos und Berichte finden Sie hier im Bautagebuch (bitte klicken).
 

Liebe Schwestern und Brüder im Herrn Christus!

Es ist eine große Freude, dass wir in unserer Evang.-Luth. Zionsgemeinde in Sottrum eine neue Kirche mit Gemeinderäumen bauen dürfen! In einer Zeit, wo in Deutschland häufig Kirchen geschlossen bzw. einer anderen Nutzung zugeführt werden, ist das etwas ganz Besonderes. Dafür sind wir von ganzem Herzen dankbar. Da die gesamten Baumaßnahmen nun in die Corona-Zeit gefallen sind, ist es bemerkenswert, dass der Zeitplan dennoch gehalten werden konnte. Durch die Einschränkungen in Schulen und einigen Berufszweigen konnten die Eigenleistungen unserer Gemeindeglieder sogar in einem größeren Umfang erbracht werden, als zunächst geplant.

Wie kam es zu der Entscheidung, Kirche und Gemeindehaus neu zu bauen?
Unsere Gemeinde ist in den letzten 8 Jahren um ca. 30 % gewachsen - auf heute 170 Gemeindeglieder, davon ~ 50 Kinder und Jugendliche. Neben einigen Flüchtlingen aus dem Iran sind eine Reihe junger Leute und Familien aus einer Brüdergemeinde zu uns gekommen, die auf der Suche waren nach bekenntnis-lutherischer Predigt und Lehre. In der Folge davon kamen auch einige junge Familien aus unserer Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche dazu, die hier beruflich und kirchlich ihren Lebensmittelpunkt gefunden haben. So ist unser bisheriges Kirchgebäude einfach zu klein geworden. Unsere neue Kirche bietet nun mit ihren 200 Plätzen etwa 50 % mehr Raum als die alte.

Für unsere Gemeinderäume gab es schon seit Jahrzehnten immer wieder Ideen und Versuche, die Räumlichkeiten zu erweitern, allerdings konnten diese Wünsche bisher nicht verwirklicht werden. Im Grunde stand uns nur ein Gemeinderaum zur Verfügung, in dem alle Gemeindeveranstaltungen durchgeführt werden mussten. Ein kleinerer Raum diente allein der Betreuung unserer Kleinkinder.
Bereits 2015 beschloss unsere Gemeinde, Kirche und Gemeindehaus neu zu bauen. Unser bisheriges Grundstück (1.300 m2) erwies sich für die Kinder- und Jugendarbeit jedoch als zu klein. Nach einem längeren Hin-und-Her mit den kommunalen Bauämtern und politischen Gremien ergab sich 2019 endlich die Möglichkeit zum Kauf eines neuen Grundstücks (5.500 m2) in einem Gewerbe- und Wohngebiet - zwischen einer hoch angesehenen Pferdeklinik und einer kleinen Drechselei. Diese Möglichkeit ergriff die Gemeinde dankbar, und bereits im März 2020 konnte der erste Spatenstich vollzogen werden – bereits unter Corona- Bedingungen.

Die Kirche bildet mit einem Zwischentrakt und den großen Gemeindesälen eine nach Osten offene U-Form. Dadurch ergibt sich ein sehr schöner Innenhof.

Die Finanzierung des neuen Grundstücks erfolgt durch den Verkauf des bisherigen Grundstücks an Gemeindeglieder. So haben wir die Möglichkeit, unsere Gottesdienste und Gemeindeveranstaltungen bis zur Fertigstellung der neuen Räumlichkeiten in den alten durchzuführen.

Während unserer Gottesdienste wird (in Nicht-Corona-Zeiten) Kindergottesdienst in mehreren Gruppen angeboten. Dass dafür nun auch die nötigen Räumlichkeiten geschaffen werden, ist für viele eine besondere Freude und Gebetserhörung.

Der Posaunenchor unserer Gemeinde ist mit 30 meist jungen Bläserinnen und Bläsern an jedem Sonn- und Feiertag im Einsatz. Hier finden unsere älteren Kinder und Jugendlichen eine Aufgabe direkt im Gottesdienst, im Lob Gottes. Das stärkt ihre Gemeinschaft untereinander und bindet sie zugleich fest in die Gemeinde ein.

So werden nun bald für unsere Kinder- und Jugendarbeit, für die Kirchenmusik und die sonstigen Gemeindeveranstaltungen sehr geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stehen. Die Gemeinde freut sich auch über die geplante neue Küche, denn nach jedem Gottesdienst wird das Kirchenkaffee-Angebot von sehr vielen angenommen, einmal im Monat auch das Gemeinde-Mittagessen. Da unsere neue Kirche in relativer Nähe zur Autobahn A 1 steht (zwischen Hamburg und Bremen), könnten sich zusätzlich gute Möglichkeiten für Veranstaltungen des Kirchenbezirks bzw. der Kirchenregion in unseren Räumlichkeiten ergeben.

Sottrum-altAus unserer alten Kirche werden wir das große Kruzifix mit den vier Evangelisten mit in die neue Kirche nehmen. Auch die Kirchenbänke können übernommen werden - ergänzt durch 8 neue Bänke. Für die Inneneinrichtung incl. der Orgel werden wir noch einmal ~ 150.000,00 € benötigen.

Unsere alte Kirche wurde 1963 geweiht, das Gemeindehaus 1971 angebaut. Beide Gebäude stammen also wärmetechnisch aus einer anderen Zeit. Unsere neuen Gebäude werden komplett mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, die mit einer Sohle-Wasser-Wärmepumpe, kombiniert mit einer Luftwärmepumpe, betrieben wird. Fossile Brennstoffe werden also nicht benötigt.

Nun noch kurz zu unserm Motto: „Kirche auf festem Fundament“:
Kurz vor dem „Ersten Spatenstich“ haben wir eine Bodenprobe durchführen lassen. Dabei stellte sich heraus: Unser Kirchturm wäre um ein Haar ein „schiefer Turm von Sottrum“ geworden. Wir mussten unsere Turmfundamente um drei Meter tiefer in den Boden treiben, weil wir zunächst eine Lehmschicht überbrücken mussten.

Das ist aber nur ein Gleichnis für unser eigentliches Anliegen: „Kirche auf festem Fundament!“ Denn es kommt der Tag, an dem alle Fundamente dieser Welt vergehen werden - bis auf Eines! Davon spricht der Apostel Paulus in seinem ersten Brief an die Korinther im 3. Kapitel, Vers 11: „Einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist JESUS CHRISTUS.“

Unser Herr Jesus Christus mit seinem Erlösungswerk ist das Eine Fundament, das wirklich trägt im Leben, im Sterben, im Jüngsten Gericht und in Ewigkeit. Er ist unser Herr und Heiland. Alles soll seiner Ehre und dem Bau seines Reiches dienen. Ihm war unsere alte Kirche geweiht, genau wie dies mit der neuen geschehen soll. Sein Wort soll hier lauter und rein gepredigt werden. Seine Sakramente sollen uns hier stärken und bewahren zum ewigen Leben.

Dass wir an diesem Werk teilhaben dürfen, erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit! Und ihr, liebe Schwestern und Brüder, könnt euch mitfreuen! Wir danken euch für alle Fürbitte. Denn das ist mit keinem Geld der Welt zu bezahlen, dass nicht nur wir selbst, sondern auch unsere Nachkommen die frohe Botschaft weiterhin hören und die Sakramente unseres Herrn zum ewigen Heil empfangen können.

Wer uns bei den Bausteinen helfen kann und will, der macht uns eine ganz besondere Freude! Denn eines ist uns in unserer Zionsgemeinde sehr wichtig: Wir wollen der Verpflichtung gegenüber unserer Selbständigen Evangelisch- Lutherischen Kirche und unserer Lutherischen Kirchenmission auch in dieser Bauphase nachkommen. Von daher hilft jede Spende, dass wir vielleicht unser Darlehen gar nicht komplett beanspruchen müssen, oder aber schon bald Sonder- Tilgungen vornehmen können.

Am Ende laden wir euch alle ein, euch mit uns zu freuen und mit uns den Herrn zu loben und ihm zu danken, dass er seine Kirche auch heute mitten unter uns baut!

Herzlich verbunden im Glauben, Lehren und Bekennen grüßen euch herzlich die Schwestern und Brüder aus Sottrum!

Pastor Johannes Rehr